Aus der Chronik der Schießsportabteilung

Es wird in Zukunft sicher noch schwieriger werden als es zur Zeit schon ist, Nachwuchs für das Sportschießen zu finden. Wir möchten hier aber nicht die Zukunft beleuchten, sondern einmal das Entstehen unserer Schießgruppe aufzeichnen.

Beim ersten Schützenfest nach dem Zusammenbruch im Jahre 1955 wurde innerhalb der Wachtkompanie der Gedanke laut, eine Schießgruppe zu bilden.

Das traditionelle Holzgewehr mit der roten Nelke wurde gegen eine echte Sportwaffe eingetauscht. Durch diese Anregung wurde das Interesse am Schießsport geweckt und bereits nach dem Schützenfest begann das Training.

Um der Sache einen noch größeren Anreiz zu geben, wurde seitens des Vereins ein Wanderpokal gestiftet in Form eines Hirschgeweihes.

Das sportliche Schießen fand so großes Interesse, dass auf der Generalversamm-lung im Frühjahr 1956 bereits ein Bataillonsschießwart gewählt wurde.

Mit dieser Aufgabe wurde der Schützenbruder Josef Grotefels beauftragt.

Der Schützenbruder Grotefels nahm seine Aufgabe sehr ernst und bereits im Oktober 1956 konnte innerhalb des Bataillons ein großes Hubertusschießen um den Wanderpokal durchgeführt werden.

Sieger bei diesem ersten Vergleichsschießen wurde die II. Kompanie mit den Schützen W Schulze, J. Grotefels, P. Schlering, H. Grotefels und P. Wahlers und somit auch Gewinner des Wanderpokals.

Dieses Hubertusschießen blieb nun eine ständige Einrichtung und auch in den Jahren 1957 u. 1958 war die II. Kompanie Sieger und Gewinner dieses Pokals.

Die siegreichen Schützen waren:

* 1957: G. Sander, J. Grotefels, P. Schlering, H. Grotefels, H. Boschke
* 1958: W. Schulze, G. Sander, J. Grotefels, P. Schlering, K. Wüste

Der Preis ging nun endgültig in den Besitz der II. Kompanie über.

Ein neuer Pokal musste neuen Anreiz geben. Unser Ehrenoberst E. Blanke ließ es sich, damals noch als aktiver Kommandeur des Bataillons, nicht nehmen, den neuen Pokal zu stiften. Es war ein Elchgeweih.

Der Kampf um die Trophäen ging weiter und der Ehrgeiz der Sportschützen brach dann im Jahre 1959 die Vormachtstellung der II. Kompanie.

In diesem Jahre konnte die 1. Kompanie mit den Schützen A. Veltmann, B. Koll, B. Grünewald u. KI. Neumann siegreich bleiben und den Pokal entgegen nehmen. In den darauffolgenden Jahren war bis heute die A-Mannschaft der 1. Kompanie ständig Sieger beim Hubertusschießen.

In die Reihe der besten Einzelschützen trugen sich J. Grotefels, B. KoII, KI. Neumann, A. Veltmann, G. Sander, H. Otto, Otto Rubert u. B. Grünewald ein.

Bei den B-Mannschaften sah es so aus, dass sich jede Kompanie bisher in die Siegerliste eintragen konnte. Erfolgreichste \B-Mannschaft waren die Schützen der 1. Kompanie F. Merten, U. Stallmann, L. Brock u. P. Rollert.

Nachdem bisher nur auf Vereinsebene geschossen wurde, meldete sich die Bataillonsmannschaft 1964 zum Rundenwettkampf im Schützenkreis Dortmund an.

Unter der Ausbildung von J. Grotefels wurde im ersten Jahr bereits der Aufstieg von der III. in die II. Kreisklasse erkämpft.

Nach Rücktritt des Sch. Br. Grotefels wurden die Sportschützen dem Schützen-kameraden A. Veltmann anvertraut.

Im Rundenwettkampfjahr 1965/66 konnte mit den Schützen Kl. Neumann, B. Koll, B. Grünewald, A. Renze und A. Veitmann der erste Tabellenplatz in der II. Kreisklasse erreicht werden.

Im Sommer 1965 wurde mit sehr viel Mühe und beispielhafter Einsatzbereit-schaft der Bataillonsschießstand im Alstedder-Hof von den Sportschützen errichtet.

Die Mühen haben sich gelohnt, denn es ist eine gute Anlage. Auch der Erfolg blieb nicht aus, denn bei den Rundenwettkämpfen 66/67 und 67/68 wurden von der A-Mannschaft gute Mittelplätze im Gesamtklassement erreicht.

Nach Gründung des Schützenkreises Lünen im Jahre 1966 konnte die A- Mann-schaft unter der Leitung von KI. Neumann in der 1. Kreisklasse 1968/69 einen beachtlichen 3. Platz erkämpfen.

Berni Grünewald erreichte als Einzelschütze ebenfalls Platz 3.

Die B-Mannschaft schoß in der II. Kreisklasse und war hier ebenfalls auf einem guten Mittelplatz plaziert.

A-Mannschaft B. Koll, Kl. Neumann, A. Renze, B. Grünewald

B-Mannschaft A. Osthues, F. Merten, L. Brock, P. Rollert

Das Wettkampfjahr 1969/70 brachte unseren Sportschützen mit der gleichen Mannschaft erneut einen 3. Platz ein.

In der Einzelwertung konnten B. Grünewald und KI. Neumann sogar den 2. bzw. 3. Platz belegen.

In den Jahren 1970/71 sowie 1971/72 waren die Erfolge nicht ganz so groß, aber es wurden doch ebenfalls gute Ergebnisse erzielt.

Nachdem die Sch. Br. KI. Neumann u. Christian Henschel das Amt des Schieß-wartes aufgeben mussten, wurde in der Generalversammlung 1972 Berni Grüne-wald zum Bataillonsschießwart gewählt.

Im Sportjahr 1972 wurde dann erstmals auch ein Pokal für Senioren ausge-schossen. Sieger wurde die 4. Kompanie mit den Schützen W. Bonzio, G. Rehkopp, u. K. Grube. In der Einzelwertung belegten 0. Rubert, W. Bonzio und Karl Grube die ersten Plätze.

Die Aktivität der Schützen begeisterte auch eine Anzahl Jugendliche und so konnte 1967 erstmals ein Wettkampf für Jungschützen stattfinden.

Die Jungschützen der 1. Kompanie W. Messerschmidt, B. Trillmann, D. Messersähmidt u. W. Wahl blieben Sieger in diesem Wettkampf.

Die Aktivität der Jungschützen veranlasste Hptm. A. Budde, beim Hubertus-schießen 1972, für die Sieger eine Ehrennadel zu stiften.

Diese Nadel wurde 1972 verliehen an die siegreichen Jungschützen U. Röll, B. Otto u. W. Schock aus der 4. Kompanie.

Beste Einzelschützen bei diesem Hubertusschießen waren U. Röll, K. Ditt u. K. Werner.

Die den Schützen zur Verfügung stehenden Wanderpokale wurden gestiftet von Herrn H. Schulte-Witten und von unseren Königen E. Heyting, P. Böcker, H. Kroninger, W. Plagge und R. Spee.

Das Wettkampfjahr 1972/73 brachte für die aktiven Mannschaften einen zufriedenstellenden 3. Platz.

In der Einzelwertung konnte sich B. Grünewald erneut auf Platz 3 vorschieben. Die erfolgreiche Mannschaft dieser Saison: A. Osthues, G. Nantka, Kl. Neu-mann u. B. Grünewald.

Wie es mit der Entwicklung des Schießsports in den nächsten Jharen weiter ging, wird nachberichtet.

Horrido

Ingo Schinck

(Geschäftsführer)