Neujahrsempfang des Schützenvereins Nordlünen-Alstedde“ Pro und Kontra“

„Regenten luden Altlüner Schützen zum Empfang“
Heinrich V. stieß mit seinen Gästen ganz privat aufs neue Jahr 1986 an“

 

Erstmalig in der Vereinsgeschichte des Schützenvereins Nordlünen-Alstedde hatte das Königspaar Heinrich V. und Anni II. (Ehepaar Frye) zum Neujahrs-empfang eingeladen. Eingefunden hatten sich in der Alstedder Str. 173 der erweiterte Vorstand des Vereins unter dem 1. Vorsitzenden August Stallmann, der Hofstaat, alle Kompanieführer, Ex-Königspaare, der Tageskönig der 3. Kompanie Siegfried Müller und private Bekannte des Regentenpaares.

Rund 40 Gäste konnte das Königspaar im Verlauf des Morgens begrüßen. Zum Mittagessen standen ein kaltes Büffet und eine Gulaschsuppe bereit.

Mit Sektgläsern stießen die „Grünröcke“ auf ein gutes und gesundes neue Jahr an.

Am 01.01.1987 widerholte dann das amtierende Königspaar Heinrich VI. (Küppers) und Doris I. (Grube) während ihrer Amtszeit den Neujahrsempfang.

Hier der Bericht zu dem Neujahrsempfang im Jahre 1987:

Zur Tradition wird nun auch beim Schützenverein Nordlünen-Alstedde von 1834 e.V. ein Neujahrsempfang.

Vor einem Jahr begann Heinrich V. (Frye) mit dieser Zeremonie. Im jungen „Neuen Jahr“ führten dies sein Nachfolger Heinrich VI. (Küppers) und Königin Doris I. (Grube) in dessen Königsresidenz (Rosenstr. 14) in Nordkirchen fort.

Heinrich VI. hatte neben den Mitgliedern des Vorstandes und des erweiterten Vorstandes auch die Frauen herzlich eingeladen, der stellvertretende Geschäftsführer des Schützenkreises Lünen, Dieter God, war ebenfalls neben dem Hofstaat erschienen.

Der 1. Vorsitzende des Schützenvereins, August Stallmann, ließ es sich nicht nehmen, in seiner kurzen Ansprache auch die „Dame im Hintergrund“, die Ehefrau Elisabeth des Königs lobend zu erwähnen, da sie stets für tatkräftige Unterstützung zugegen sei.

Dies habe sich in den bisherigen 184 Tagen Regentschaft des Schützenkönigs mit Erfolg bemerkbar gemacht.

Dann wechselten eine Vielzahl von Blumensträußen und Geschenken den Besitzer und Heinrich VI. und Doris I. bewirtschafteten ihre Gäste königlich.

Zur Stärkung wurde ein „Feuertopf“ und Münsterländer Kost wie Leber- und Möpkenbrot. Sowie Käseplatten gereicht.

 

Dieser Empfang führte dann zu dem nachfolgenden Leserbrief.

„Neujahrsempfang verstößt gegen Gebot der Sparsamkeit“

Ein Leserbrief vom Schützenbruder Thomas Gössing (3. Kompanie) anlässlich des Neujahrsempfangs des KönigspaaresHeinrich VI. und Doris I. aus dem Jahr 1987.

Mit großer Verwunderung mussten wir feststellen, wie sich im Nordlüner Schützenverein doch die Meinungen ändern können. Nach einer Vielzahl von Gesprächen, Diskussionen und Beschlüssen seitens des Vorstandes wurde schon vor dem letzten Schützenfest von allen Seiten der feste Wille zum Sparen beteuert.

Gerade der Vorstand war es, der immer wieder durch Maßnahmen dafür sorgen wollte, dass es in Nordlünen wieder normale Verhältnisse geschaffen werden, die die Zahl der Schützenbrüder, die bereit wäre, sich dem Königsschießen zu stellen, wachsen ließe.

So wurde zum Beispiel der gesamte erweiterte Vorstand aufgefordert, mit einer einmaligen Zahlung von 150 Mark je Vorstandsmitglied dem neuen König finanziell unter die Arme zu greifen.

Dann ging man sogar noch weiter: In der letzten Offiziersversammlung beschloss man eine Beitragserhöhung für die Offiziere, die dem jeweiligen König zur Verfügung gestellt werden soll. All diese Diskussionen ließen bei uns den Eindruck entstehen, im Nordlüner Schützenverein sei man im Umbruch und besinne sich möglicherweise wieder auf einen sparsameren und für alle Schützen interessanteren Weg.

Doch dann dieser Rückschritt durch den Neujahrsempfang im kleinen Kreis der „Oberen“. Für uns eine schlechte Fortführung einer nachgemachten Veranstaltung und keinesfalls die Fortsetzung einer Nordlüner Tradition.

Zum Schluss noch eine Anmerkung an unseren König: Auch er war vor dem verdienten Königsschuss ein Verfechter des sparsamen Kurses und nannte im Kreise seiner Mitbewerber gerade den Neujahrsempfang ein „nicht zu wiederholendes Beispiel seiner Vorgänger“.

Am 27.03.1987 kam dann das Thema auf der ordentlichen Jahreshaupt-versammlung nochmals zur Sprache.

Der daraufhin aufkommende Disput wurde von dem 1. Vorsitzenden, August Stallmann beendet.

Er führte zu diesem Thema aus, dass der Geschäftsführende Vorstand damals aus guten Grund einen öffentlichen Kommentar nicht abgegeben habe. Im übrigen halte er persönlich die Diskussion von derartigen Vereinsinterna in der öffentlichen Presse für schlechten Stil.

Zusamengestellt aus Berichten aus dem Jahr 1986 und 1987

Ingo Schinck (1. Geschäftsführer)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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