Bericht über die Aktivitäten des Schützenvereins

Nordlünen-Alstedde von 1834 e. V.

im Geschäftsjahr 1982

Das am 31.12.1982 zu Ende gegangene Berichtsjahr war ein Jahr voller Aktivitäten und versammelte das Bataillon alleine sieben Mal zu Ausmärschen zur Teilnahme an den Festen befreundeter Vereine.

Es verstarben im Berichtsjahr die Schützenbrüder

Wir werden Ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Am 26.2.1982 fand unter dem Vorsitz des Kommandeurs, Paul Bäcker, die traditionelle Offiziersversammlung in der Halle am Autohof statt. Ablauf und Einzelheiten beschreibt ein separates Protokoll.

Die ordentliche Jahreshauptversammlung wurde am 12.3.1982 im Haus Wienecke durchgeführt. Auch von dieser Veranstaltung wurde ein separates Protokoll angefertigt.

Am 24.4.1982 hatte unser Kommandeur, Paul Bäcker, zum Obersttag in die gerade fertig gewordene Halle der Lüner Glashütte eingeladen. Obwohl die Beteiligung einzelner Kompanien beim Antreten beschämend gering war, benutzte der Kommandeur diese Gelegenheit, das militärische Gesamtbild des Schützenbataillons durch Übung zu verbessern. Eine ausgezeichnete Gulasch-suppe und so manches Glas Bier ließen im Anschluss den Exerzier- Drill jedoch schnell vergessen.

Da kurz vor den Schützenfest, wurde die Gelegenheit benutzt, das Bataillon mit weißen Handschuhen zu versorgen.

Der Ausmarsch zum Umzug in Lünen-Süd fand am 2.5.1982 statt. Anlass waren der Erwerb und die Einweihung des vom Schützenverein von Lünen-Süd erworbenen Festgeländes.

Die in diesem Zusammenhang von den Schützenkameraden in Lünen-Süd darüber hinaus durchgeführten Feste und Veranstaltungen endeten für die Veranstalter in einem unglaublichen, finanziellen Fiasko und führten allen interessierten Vereinsvorständen vor Augen, wie man es nicht machen darf.

Am 8.5.1982 gratulierten sowohl unser Königspaar, als auch Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes den „Alten Kameraden2 zum 25-jährigen Jubiläum. Aus diesem AnlaSS hatten die „Alten Kameraden“ in das Pfarr-familienheim St. Norbert eingeladen. Die Abordnung unseres Vereins überreichte ein Geldgeschenk.

Obwohl ganz kurz vor Beginn des eigenen Schützenfestes ‚hatte der amtierende König, August II., alle Schützen anlässlich seines Geburtstages am 12.5.1982 in die Halle am Autohof eingeladen. Es wurde ein fröhliches Beisammensein, in dessen Verlauf August II. die Mitglieder des Vorstandes und auch verdiente Schützen mit hübschen Andenken beschenkte. Das Bataillon und der Vorstand revanchierten sich und schenkten Praktisches:

Ein Fahrrad für's Fitness-Training.

15.5.1982 , Samstag und Beginn unseres großen Schützen- und Volksfestes. Es rollt das übliche Samstags-Programm unserer Schützenfeste ab mit: Antreten um 16.00 Uhr und Umtrunk mit dem König, Beförderungen, Ehrungen und einer Abordnung, die am Kriegerdenkmal einen Kranz niederlegt. Danach gemein-samer Marsch zur Kirche St. Norbert und Festgottesdienst, Marsch zum Zelt und Einzug. Um 19.30 Uhr Eröffnung durch den 1. Vorsitzenden, Gratulationscour und Abschiedsgeschenke, danach Tanz und Ende. Für die musikalische Untermalung sorgte das Orchester der Stadtwerke Dortmund unter Leitung von Alois Unger.

Sonntag, 16.5.1982. Ab 10.00 Uhr im Festzelt Frühkonzert, das dieses Mal ein Wunschkonzert ist und recht guten Anklang findet Um 15.00 Uhr Empfang der Gastvereine Nach dem Antreten formiert sich ein Festzug, der auch dieses Mai wieder eine bemerkenswerte Länge und auch Vielfalt aufweist und dessen Attraktion auch nicht durch die für unsere Zeltfeste völlig ungewöhnlichen, wenigen Regentropfen beeinträchtigt wurde. Alle befreundeten Gastvereine nahmen auch diesmal wieder teil. Nach Vorbeimarsch am Königswagen, Einzug ins Zelt und Gratulationscour der Vereine bei unserem scheidenden Königspaar.

Am Sonntagabend erlebt ein gut besuchtes Zeit mit viel Freude ein gelungenes Programm mit Jupp Hoiboom als Ansager und Humorist, Ray Johnson mit Humor auf dem Drahtseil, Fax den Musikclown, Charles Fath als Stimmen-immitator und Britta Corro als schwungvolle Schlagersängerin.

Das anschließende Tanzvergnügen endet für viele erst spät nach Mitternacht.

Montag, 17.5.1982 und Tag des traditionellen Vogelschießens.

Das Vergnügen ist zunächst etwas gedämpft, weil es entgegen jahrzehntelanger Erfahrung diesmal ziemlich heftig regnet.

Da Zeltwirt Bernhard Knippers auf Drängen des Vorstandes auf der Vogelwiese doch noch einen Glasbierstand aufgebaut hat, kommt trotzdem Freude auf und entsteht viel Stimmung auf der Vogelwiese. Unter erfreulicher Beteiligung der Bevölkerung und einer ganzen Reihe von Gästen vergeht der Vormittag bis zur Feuerpause.

Die Insignienkönige heißen:

Wetterbedingt wird die Erbsensuppe im Zelt eingenommen, was dieser Mittagspause eine ganz besondere Note verleiht.

Danach gibt es vier ernsthafte Bewerber. Es sind dies die

Der stellvertretende Bataillonskommandeur, Rudi Spee, tut schließlich den entscheidenden und letzten Schuss und wird damit zum zweiten Mal König des Schützenvereins Nordlünen-Alstedde.

Man nennt ihn zukünftig einen Kaiser. Zur Königin nimmt er Annette Lange und bestellt gleichzeitig den Schützenbruder Thomas Gössing zu seinem persönlichen Adjutanten.

Die folgenden Paare bilden den neuen Hofstaat:

Nach Marsch von Wienecke zum Krönungswagen und nach Krönung durch den Schirmherrn der Veranstaltung und Bürgermeister der Stadt Lünen, Hans-Werner Harzer, wieder Einmarsch ins Festzelt. Nach Absprachen durch den

1. Vorsitzenden und den neuen König haben wiederum die Kompanien und die anwesenden Gastvereine Gelegenheit, dem neuen Königs-(Kaiser-)Paar ihre Aufwartung zu machen. Nach dem traditionellen und außerordentlich stimmungsvollen Zapfenstreich um 21.00 Uhr klingt das Fest mit Tanz und gemütlichem Beisammensein aus.

Auch an diesem Tag lag der musikalische Teil in Händen des Orchesters der Stadtwerke Dortmund unter Leitung von Alois Unger, welches zum Zapfenstreich tatkräftig von den „Alten Kameraden“ unterstützt wurde.

Am Samstag, den 12.6.1982, hatte der Schützenverein Lünen von 1332 zu den Feierlichkeiten anlässlich seines 650-jährigen Jubiläums eingeladen. Unser Bataillon beteiligte sich mit erfreulicher Mannstärke an dem ausgeschriebenen Sternmarsch zur Lüner Altstadtkirche und ließ den Abend im Zelt der Lüner Schützen ausklingen.

Anlässlich des Antretens zu diesem Sternmarsch wurde auch der neue Königs-adjutant, Thomas Gössing, offiziell bestätigt und mit der Adjutantenkordel dekoriert.

Am 4.7.1982 revanchierten wir uns bei den Schützenkameraden von Cappen-berg durch Teilnahme am Festumzug anlässlich des Cappenberger Schützen-festes. Die recht gute Beteiligung honorierte Kaiser Rudi mit einer anschließen-den Einladung auf ein Fässchen Bier auf seinem Hof. Diese Idee war neu und stellte sich dann als so gut heraus, dass sie in Zukunft in ähnlicher Form noch einige Male wiederholt worden ist und auch in Zukunft wiederholt werden wird.

Am 29.8.1982 dann marschierten wir im Festumzug Borker Schützen mit und folgten anschließend erfreulich zahlreich einer Einladung unserer amtierenden Schützenkönigin, Annette Lange, auf ihr Grundstück. Wirtin und Gäste fühlten sich bis in die späten Abendstunden wohl.

Am 5.9.1982 stand bereits der nächste Ausmarsch an und zwar zum Schützen-fest unseres Nachbarvereins in Brambauer. Sicherlich werden sich die Bram-bauer Schützen in Zukunft alle Mühe geben müssen, damit das Mitmarschieren wieder Spaß macht. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wohl war die Beteiligung unserer Kompanien zwar unterschiedlich, jedoch im allgemeinen sehr mäßig und in einem Falle so unglaublich gering, dass nur der Hauptmann erschienen war und sich von einer anderen Kompanie einen Fahnenträger ausleihen musste, um nicht noch selbst die Standarte tragen zu müssen!

Das anschließende, und von der Bataillonskasse finanzierte, gesellige Beisam-mensein fand diesmal in der Schießhalle der 2. Kompanie, im Ort, statt und bewirkte gute Ansätze bereits verschüttet geglaubter, gemeinsamer Vereins-kameradschaft.

Ganz besonders zahlreich folgten sowohl Schützenvolk, als auch Gäste der Einladung unseres Kaisers am 13.9.1982 anlässlich seines Geburtstages auf sein Grundstück. Bei viel Bier und leckeren Bratwürstchen fand hier eine sehr volkstümliche Geselligkeit statt, die allen Beteiligten außerordentlich gut gefallen hat und an die sich unser Kaiser Rudi sicherlich auch gern erinnern wird.

Am 19.9.1982 stand dann bereits schon wieder ein Ausmarsch zu einem Schützenfest auf dem Programm. Diesmal waren es die Schützenbrüder aus Lünen-Süd, die trotz der furchtbaren Erfahrung, die sie im Mai des laufenden Jahres gemacht hatten, ihr Schützenfest feierten. Nach einem für ungeübte Waden ganz schön strapaziösen Umzug hatte diesmal die 3. Kompanie in ihrer Halle am Autohof den aus der Bataillonskasse finanzierten Umtrunk organisiert. Auch hier eine sehr gute Stimmung und eine sicher allzeit nette Erinnerung.

Ganz der Tradition entsprechend richtete der Schützenverein von Nordlünen -Alstedde auch diesmal wieder die Feierstunde der Nordlünen-Alstedder Vereine

zum Volkstrauertag aus. Das Programm der Veranstaltung, der auch die Öffentlichkeit zunehmend mehr und mehr Niveau bescheinigt, nannte unter anderem Bürgermeister Eppen und Pastor Schwalvenberg als Vortragende, sowie die Chorgemeinschaft Heiderose und den Instrumentalkreis des Gym-nasiums Altlünen als Mitwirkende.

Die außerordentlich gut besuchte Veranstaltung klang aus mit einer Kranz-niederlegung am Kriegerdenkmal mit musikalischer Unterstützung durch die Alten Kameraden unter Leitung von Willi Herden.

Aufgrund gezielter Intervention hat der geschäftsführende Vorstand die Zusage von Bürgermeister Hans-Werner Harzer1auf der nächsten Veranstaltung zum Volkstrauertag 1983 selbst als Redner auftreten zu wollen.

Traditionsgemäß am Ende des Veranstaltungskalenders stand am 20.10.1982 das Hubertusfest. Nach einer ganz außerordentlich gestalteten Hubertusmesse unter Mitwirkung wieder der Jagdhornbläser des Hegeringes Lünen, sowie eines Falken und eines Jagdhundes fand das Fest erstmalig im Pfarrfamilienheim St. Norbert statt. Da gut besucht, wurde es naturgemäß etwas eng im Saal und wir werden uns überlegen müssen, ob wir uns zukünftig noch leisten können, die Jagdhornbläser dazu einzuladen.

Für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft wurden folgende Mitglieder ausgezeichnet:

Darüber hinaus wurde die Jungschützin Karen Wellerdieck für außerordentliche schießsportliche Leistungen ausgezeichnet.

Zusammenfassend ein gelungenes Fest, für das der ausrichtenden 3. Kompanie und den beteiligten Schützenfrauen ein ganz besonders herzliches Dankeschön gebührt.

Da sowohl die Schießgruppe, als auch die Jugendabteilung dieses Vereins eigene Berichte vorlegen, wird auf eine Erwähnung im Rahmen dieses Berichtes verzichtet.

Über die hier erwähnten Einzelheiten hinaus fanden im Rahmen der satzungs-gemäßen Eigenständigkeit der vier Kompanien eine ganze Reihe von Veran-staltungen auf Kompanie-Ebene statt, die in den Jahresberichten der Kompanien ihren Niederschlag gefunden haben.

Nicht unerwähnt bleiben soll der große Einsatz und Fleiß all der Schützen-brüder, die als Anzeigenverkäufer und Sammler von Spenden für die Festzeit-schrift zum Schützenfest 1982 unterwegs waren und damit dem Fest die eigent-liche finanzielle Basis geschaffen haben. Ihnen gebührt auch an dieser Stelle unser aufrichtiger Dank. Dank aber insbesondere auch dem 2. Geschäfstführer, August Budde, der mit einem unerhörten Aufwand an Zeit und gutem Willen all die eingehenden Fragmente zu einer repräsentativen Festzeitschrift verarbeitet hat.

Abschließend ein paar Zahlen zur Vorstandsarbeit.

Die Mitglieder des Vorstandes nahmen neben den üblichen Terminen in den Kompanien teil an:

9 Vorstandssitzungen

3 erweiterten Vorstandssitzungen

1 Offiziersversammlung des Bataillons

1 Kreisdelegiertentagung

1 Bezirksdelegiertentagung

1 Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr, Lünen

3 Jubiläumsveranstaltungen

2 Verhandlungen mit Bernhard Knippers in Recklinghausen

1 Treff der Vereinsvorstände von Nordlünen-Alstedde

Insgesamt also 20 weitere Termine neben allen sonstigen Veranstaltungen, für die ich meine, dass der beteiligte Personenkreis ein Dankeschön verdient hat.

ich schließe diesen Bericht mit einem herzlichen Dank an alle, die im Berichts-jahr aktiv waren und mitgemacht haben und die damit beigetragen haben zum internen Gelingen und zum Bestehen unseres Vereins vor der Öffentlichkeit.

Horrido

Ingo Schinck

(Geschäftsführer)